South Pointe ParkDa die Tage am Atlantik gezählt sind, haben wir jeden der nächsten Tage als Pflichtbadetag im Meer deklariert. In der vergangenen Wochen war es zwischendurch mit rund 20 Grad relativ kühl, so dass nicht immer Badestimmung aufkam. Bevor es zurück über den großen Teich geht, wird das türkisfarbene Meer voll und ganz ausgekostet. Ausgerechnet, wenn die Supermarktverkäuferin und die Restaurantkellner uns auf der Straße erkennen und zuwinken, müssen wir los. Und der Kleine muss jetzt wohl die Wörter “Karpfenteich” und “Spree” lernen, denn “beach” ist ja nu erstmal nicht mehr. Im Latino-Supermarkt “Aries”, der 30 min von South Beach entfernt ist, haben wir uns auch schon von der herzlichen Belegschaft mit einem längeren Plausch verabschiedet. Und den Damen unseres Lieblingsbäckers “La Provence” überreichten wir kürzlich Dankeschön-Pralinen, weil sie immer so freundlich sind und dem Jüngsten häufig was zustecken.

 

Und trotzdem schwirren uns schon Gedanken über unser neues-altes Leben in Berlin im Kopf herum. Kita, Jobs, Wohnungssuche, Hausrat, Auto… Es gibt Einiges zu organisieren und zu tun.

Wie durch ein Wunder müssen wir uns um eine Wohnung plötzlich keine Gedanken mehr machen. Wir haben eine schöne Altbauwohnung im Wunschkiez bekommen und das aus der Ferne. Trotz der angespannten Wohnungssituation in Berlin haben wir – dank Internet und meiner Eltern Vorort – eine Wohnung gefunden, die hinsichtlich Preis, Lage und Qualität unsere Erwartungen total übertroffen hat. Wahnsinn! Wir glauben das alles erst, wenn wir die Wohnung betreten 🙂

Dafür mussten wir Gedanken an einen neuen Kinderautositz verschwenden, denn unser bisheriger ist in Deutschland nicht zugelassen. Der Brustclip – ein zusätzliches Gurtklicksystem, das in Nordamerika total gängig ist und den unser jetziger Sitz natürlich hat – darf in Deutschland nicht verwendet werden. Aber auch deutsche Kinderautositze sind für lange Zeiträume in Nordamerika nicht zugelassen.

 

Apropos Straßenverkehr: Fußgängerüberwege in South Beach sind mit besonderer Vorsicht zu genießen. Kaum einer kennt sie wahrscheinlich, im Großteil von Miami sind Fußgänger ja Mangelware. Es gibt Zebrastreifen, aber nicht jeder Fahrer weiß wozu sie da sind. So kann auf einen Straßenschild 10x drauf stehen, dass Fußgänger lState Lawaut “State Law” Vorrang haben, es wird in der Realität nämlich ignoriert. Selbst mit Kinderwagen halten die wenigsten Autos an. An den Fußgängerampeln versuchen sogar die meisten Autofahrer mit schnellem Schwung vor einem abzubiegen, auch wenn ich schon förmlich mitten auf der Straße stehe. In Kelowna, Kanada wurde schon aus der Ferne gebremst und fast hätte noch gefehlt, dass die Fahrer aussteigen, um uns über die Straße zu helfen 😉   Mal schauen, was uns jetzt in Berlin erwartet… wir haben schon vergessen, wie der Straßenverkehr da ist.

Die letzten Tage in SoBe

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