Nachdem wir nun den Mietvertrag für einen längeren Zeitraum unterschrieben haben, steht fest, dass wir für eine Weile in Kelowna bleiben werden. Wir können uns abschnallen, denn die Trans-Plunder hat die endgültige Parkposition erreicht. Genauer gesagt, ziehen wir nach West Kelowna.

Jetzt heißt es: häuslich einrichten und die neue Gegend erkunden. Wir haben Glück, weil die angemietete Wohnung teilweise möbliert ist. So müssen wir nicht von Null anfangen und viel Geld für Möbel ausgeben. Gestern haben wir uns mit Decken, Kissen und Frotteeware eingedeckt. Eine witzige Feststellung beim Kauf von Bezügen haben wir dabei gemacht… Bei uns werden die Bettdecken in Bezüge gesteckt und mit Knöpfen oder Reißverschlüssen verschlossen. Hier wird das – wie im Nachbarland auch – anders gehandhabt. Zwischen dir und der eigentlichen Decke wird ein Riesenlaken gespannt, oben umgeschlagen und am Bettende fest unter die Matratze gestopft. Hier könnte sich der eine oder andere wie in einer Zwangsjacke fühlen und Streit um die Decke kann es auch geben 🙂

 

Themenwechsel: Letztens wurde ich doch tatsächlich wieder Augenzeugin eines Autoblechschadens. Unglaublich. Da hat doch glatt eine Kanadiarin die sehr große Parklücke vor einem Riesensupermarkt nicht getroffen. Sie fuhr mit ihrem SUV im schwungvollen Bogen in den daneben parkenden Jeep hinein. Und zwar so stark, dass der Jeep ins Wippen kam. Den verursachten Megakratzer an der Seite vom Jeep versuchte die Dame mit einem Taschentuch (!!!) wegzuwischen… ganz nach dem Motto “Vielleicht ist der Kratzer ja danach ganz weg.” Eine vorbei laufende Frau und ich haben uns ihr genähert und sie erklärte, dass sie einen verdammt schlechten Tag hatte und gefeuert wurde. Oh menno, der Tag wurde dann also noch schlechter für sie.

Der Riesensupermarkt war übrigens Real Canadian Superstore. Er ist ähnlich aufgebaut wie Wal-Mart und hat eine Riesenauswahl an Produkten zu halbwegs akzeptablen Preisen. Der Laden wurde in den 80er Jahren gegründet und  ist immer noch in kanadischem Besitz, was heutzutage bei den Verbrauchergroßmärkten nicht selbstverständlich ist. Hier sind die Babygläschen auch ordentlich groß, denn der Inhalt beträgt 213g. Die kanadischen Babies haben wohl größeren Hunger als die amerikanischen Kids, was? Die Leute in Kelowna fahren am Wochenende genauso gern einkaufen wie die Amerikaner. Da werden alle Familienmitglieder ins Auto geladen und dann startet die fröhliche Shopping Tour. Anscheinend werden Vierbeiner auch mitgenommen. Auf Parkplätzen haben wir schon zwei/ drei Pick-Ups mit Hunden auf der Ladefläche gesehen 🙂

 Hund auf Ladefläche 1  Hund auf Ladefläche 2

Abschnallen, bitte

Ein Gedanke zu „Abschnallen, bitte

  • April 29, 2015 um 9:45 am
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    Hej hej,

    das ist ja was – vielleicht gab es auch irgendwo Vierbeiner im Sonderangebot? 😉

    Da wünschen wir ganz viel Glück im neuen zu Hause, die Gegend sieht auf den Fotos ja wirklich beeindruckend aus. Aaaaber habt ihr auch einen Elbradweg? Jaaa, wir wagen irgendwann auch mal einen Ausflug 😉

    Quatsch beiseite: Ich find es toll, wie ihr das alles so meistert – und das mit Kind. Echt super! Und es macht Spaß deinen Blog zu lesen.

    Lasst es Euch gut gehen!

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