Made in Germany

Wie schön, es gibt Aldi Supermärkte in Miami! Da heißt es rein stürmen und sich wohl fühlen. Ein Stück Heimat im Land der unbegrenzten Möglichkeiten; das ist doch was! Wie üblich erfolgt die Bezahlung nur in bar oder per EC Karte. Und Tüten muss man mitbringen oder kaufen. Das klingt für uns ja ganz normal. Doch hier werden die Einkäufe üblicherweise gratis in dünne, kleine Plastiktüten an der Kasse verpackt. Meist werden nur 3 – 4 Produkte in ein Tütchen gelegt; so wird ein Großeinkauf zur Tütenschlacht. Und der Einkauf fällt etwas teurer aus als in Berlin, weil der Einkaufswagen doppelt so groß ist. Der Aldi Markt hat hier natürlich länger geöffnet und öffnet auch sonntags für Kaufwütige seine Pforten. Ein Traum!

Und jetzt die schlechte Nachricht für uns:
Aldi gibt es nicht in Kanada. So’n Mist aber auch. Warum das denn bloß? Ich habe Google gefragt und dabei entdeckt, dass der kanadische Lebensmittel-Einzelhandel anscheinend hart umkämpft ist und die fest verwurzelten kanadischen Akteure den Markteintritt internationaler Lebensmittel-Einzelhandelsketten erschweren. Auch Trader Joe’s Supermärkte, die in den USA seit Jahrzehnten Produkte zu Kampfpreisen anbieten (und übrigens zu Aldi gehören), gibt es in Kanada nicht. Ein gerissener Kanadier hat einen Großeinkauf bei Trader Joe’s in den USA vorgenommen und dann in Vancouver einen Supermarkt namens Pirate Joe’s mit den gekauften Trade Joe’s Produkten eröffnet. Trade Joe’s hat ihn daraufhin verklagt und verloren. Das ist ja nicht gerade die feine kanadische Art. Ich würde mich komisch dabei fühlen, in Vancouver bei Pirate Joe’s künftig einkaufen zu gehen… das sollte man nicht unterstützen, oder?

 

Española Way

DSC_2786 Espanola Way

Española Way ist eine Fußgängerzone in South Beach, die einen mediterranen Flair verbreitet. Die Häuser wurden hier nicht im Art Déco Stil gebaut, sondern im spanischen Kolonialstil. Der Straßenzug wurde in den 20er Jahren als Spieloase für die Schönen und Reichen genutzt und heutzutage findet man hauptsächlich Restaurants vor. Zur Auswahl stehen die mexikanische, kubanische, italienische, spanische oder brasilianischen Küche. Da alle Gäste an Tischen am Bürgersteig dinieren, kann man die servierten Leckereien beim Vorbeilaufen erspähen. Wenn man nicht vorhat, da zu essen, sollte man dort nicht mit leichtem Hungergefühl entlang spazieren. Wir hätten nämlich fast eine Garnele hier und ein Pizzastück da von den Tischen stibitzt. Für die musikalische Untermalung beim Abendessens unter freiem Himmel ist gesorgt. Durch die verschiedenen Restaurant-Richtungen entsteht ein interessanter Salsa-Samba-Bolero-Pop-Mix in dem Straßenzug.

 

La Provence

La Provence La Provence

Die französische Bäckerei “La Provence” hat all die fantastischen Schlickereien, die den Gaumen von uns Europäern erfreut. Auch der Café ist sehr gut und wird ohne viel Schnickschnack angeboten… auf die neuesten Kreationen großer Café-Ketten wie Tiramisu Latte oder Caramel Flan Latte wird hier verzichtet. Der Cappuccino wird schön stark zubereitet und das lässt mein Herz vor Freude höher …ähmm schneller… schlagen. Anfangs dachte ich, dass es nur einen Laden davon gibt und wir glücklicherweise ganz in der Nähe wohnen. Doch dann habe ich mir den Cappuccino Becher genauer angeschaut…es gibt insgesamt 9 Filialen in ganz Miami. Außerhalb von Miami ist diese Bäckerei allerdings nicht zu finden.

Hier kaufe ich also ab und zu einen Cappuccino auf die Hand und eine knusprige Baguettestange meist dazu.

Ein bisschen Europa in Miami

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