2 Monate in Kanada… das ist mein erstes Zwischenfazit:

  • Wir haben tatsächlich ein sonniges Plätzchen in diesem riesigen Land gefunden. Top!
  • In unserer schönen Wohnung sind wir schon 1 Monat und genießen die feste Bleibe sowie die wunderschöne Umgebung. Top!
  • Meine bessere Hälfte netzwerkt Vorort. Top!
  • Wir verbringen viel Zeit miteinander. Top!
  • Der Bezinpreis beträgt umgerechnet 0,80 € pro Liter und wir haben eine Tiefgarage. Top!
  • Unter Kanadiern wird darüber geunkt, dass BC nicht für die Provinz “British Columbia” steht, sondern eher für “Bring Cash”. Ja, British Columbia ist nicht günstig, aber es gibt viele kostenlose Veranstaltungen wie Konzerte in Parks; man muss nur danach Ausschau halten. Top!
  • An das kanadische Leitungswasser müssen wir uns noch etwas gewöhnen. Mittelprächtig!
  • Ich vermisse Käse in allen Variationen und zu einem akzeptablen Preis. Mittelprächtig!
  • Einen Kinderarzt für unseren Großen können wir nicht so einfach wie in D aufsuchen. Mittelprächtig!

 

Anmerkung zum Kinderarzt:

In der kanadischen Provinz British Columbia wird ein Kinderarzt erst nach Ausstellung einer Überweisung durch den Allgemeinarzt aufgesucht. Wenn also der Allgemeinmediziner ein komplexes Problem beim Kind diagnostiziert bzw. eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, wird das Kind zum Spezialisten – dem Kinderarzt – überwiesen. Da unser “großer” Junge… die Kanadier sagen wirklich “He’s big.” und wir sollten antworten “No, your kid is just tiny.”… zurück zum Thema… da unser Junge bisher nicht wirklich krank war und auch jetzt sich bester Gesundheit erfreut, möchten wir keinen unnötigen Ärztemarathon starten. Den Allgemeinarzt nennt man “Family Doctor” und meist ist er in einer “Walk-in Clinik” (Arztpraxis ohne Terminvergabe) zu finden. Ich habe eine Blitz-Weiterbildung zur Krankenschwester gemacht (Scherzchen) und kann bei allen Kriterien der Kinder-Vorsorgeuntersuchung Nr. 6 in seinem Gesundheitspass ein Häkchen gedanklich dahinter setzen… ok, der Röntgenblick für die Beurteilung der Organe fehlt mir. Trotzdem glaube ich, dass er sich normal entwickelt. Das Thema Impfungen überlasse ich dann doch lieber den Profis. Hierfür geht man in ein Community Health Center; die in Kanada empfohlene Impftabelle ähnelt der deutschen.

 

Anmerkung zur Umgebung:

Den Glen Canyon Regional Park haben wir förmlich direkt vor der Haustür. Der Wanderweg führt über Stock und Stein und zwischendurch variiert die Pfadhöhe bis zu 84 m. Es gibt einen Wasserfall und der Bach schlängelt sich durch den gesamten Park. Hier wohnen ganz, ganz viele Murmeltiere. Diese max. 50 cm großen Nagetiere, die zur Familie der Hörnchen gehören, verständigen sich untereinander durch Pfeiftöne. Lustigerweise können wir Menschen auch mit ihnen kommunizieren… zumindest haben meine beiden Herren das bewiesen… der eine schnappte sich einen Grashalm und trötete kräftig hinein, wodurch ein Pfeifen ertönte und der andere lachte kräftig mit. Ein paar Murmeltiere, die auf einem Holzstapel lagen, antworteten ihnen. Und so unterhielten sie sich eine ganze Weile; wahrscheinlich über den aktuellen Klatsch und Tratsch aus West Kelowna. Ich stand sprachlos daneben… 🙂

Erstes Zwischenfazit Kanada

3 Gedanken zu „Erstes Zwischenfazit Kanada

  • Juni 2, 2015 um 8:29 am
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    Liebe Nadine,

    das klingt wunderbar und sieht auch so aus.
    Euer Schattenriß auf dem Wasserfallfoto – Klasse!

    Ich wünsche Euch weiterhin in jeder Hinsicht prächtige Tage!
    Allerliebste Grüße

    Peti

    Antworten
  • Juni 6, 2015 um 6:51 pm
    Permalink

    Liebste Nadine,

    herzliche Grüße aus Guardamar del Segura. Wir sind unter Spaniern und heute Abend findet in Berlin das Campions League Endspiel Barcelona vs. Turin statt. Unser Nachbar hat gerade seinen Fernseher umgedreht. Wir sehen die Heimat, Olympiastation, Traumwetter.
    Es ist wunderbar, Deine Berichte zu lesen. Dein Stil ist großartig! Wenn Ihr wieder in Berlin seid, sollten wir über Veröffentlichung diskutieren.
    Bis dahin Ihr Lieben 3 – wir freuen uns auf die nächsten Reportagen. Beim Thema Temperaturen in Luft und Wasser habe ich Dich vor mir gesehen, liebes Nadinsche, . . .
    Seid gedrückt
    Hans und Martina

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  • Juni 13, 2015 um 6:13 am
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    Ihr Lieben, ich freue mich immer wieder über eure Kommentare! Danke! Obwohl wir ganz weit weg von euch entfernt sind, fühle ich mich so ganz nah bei euch.

    Übrigens ist das Wasserfallfoto mit unserem Schatten nicht unabsichtlich entstanden; ich finde solche Bilder einfach genial.

    Außerdem habe ich einen Indianer in der Familie. Ja, der Kleine war im kalten See planschen und hat keine Miene dabei verzogen. Ein Indianer kennt eben keinen Schmerz 😉

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