Lieblingswerk in Wynwood Wynwood Arts District

Dieser Stadtteil ist seit 2009 eine beeindruckende Freiluftinstallation der Kunstrichtung “Street Art”. Ehemalige Lagerhäuser und Fabrikhallen erwachen zu neuem, buntem Leben mit Bemalungen an ihren Fassaden/Bürgersteigen oder mit dort eingerichteten Gallerien, hippen Geschäften und Bars. Bevor man diesen besonderen Ort betritt, sollte man auf jeden Fall den Akkustand der Kamera checken. An jeder Straßenecke lauert das nächste Lieblingsmotiv. Für mein Lieblingsmotiv (das Frauengesicht links) musste ich mich ziemlich verrenken, um möglichst wenig vom davor einparkenden Minivan auf dem Bild zu haben… am liebsten hätte ich die 11-köpfige, indische Familie in ihrem Reisemobil verscheucht, aber um den Weltfrieden zu wahren, habe ich meine Berliner Schnauze gehalten.

Nachdem der Zeigefinger sich müde geknipst hat, muss ein Kaffee-Stopp im “Panther Coffee” her. Hier kann man sogar beim Rösten zuschauen. Direkt nebenan werden in einem offenen Hof namens “Wynwood Walls” Werke auf Mauern und Garagentoren an einem Fleck zur Schau gestellt. Die Bemalungen werden je nach Kunstevent aktualisiert. Nicht nur die Kunstwerke im Wynwood Arts District verändern sich, sondern auch die Immobilienpreise. Der einst heruntergekommene, verwahrloste Industriebezirk ist jetzt die Perle im Immobilienmarkt. Es werden neue Eigentumswohnungen und Lofts hochgezogen und sogar vom Bau eines Hotels ist die Rede.

 


SeekuhKey Biscayne

… ist eine vorgelagerte Insel, die nur mit Auto erreichbar ist… wie fast alles in Miami. An der “Crandon Park Marina” – der Bootsanlegestelle der Insel – kann man morgens mit etwas Glück und Geduld Delfine oder auch Seekühe unter den Bootsstegen her schwimmen sehen. Wer die wunderbare Tiergattung der Seekuh nicht kennt: es ist ein graziles und wohlgeformtes Säugetier, das majestätisch durch das Wasser schwebt und von Seeleuten wahrscheinlich für eine Meerjungfrau gehalten wurde (kein Scherz). Ich finde Seekühe einfach toll.

Weiter südlich befindet sich der Bill Baggs Cape Florida State Park. Es ist auch ein schöner Ort zum Picknicken oder Grillen. Deshalb füllt sich Key Biscayne am Wochenende mit Familien, die einen entspannten Tag weit weg vom Trubel in Miami Beach verbringen möchten. Unter der Woche ist es sehr ruhig im Park und trotzdem gibt es Einiges zu sehen. Aus der Tierwelt zeigen sich vielleicht Delfine oder Seekühe in der Ferne. Und mit Sicherheit sind echt große Leguane, Waschbären (sobald der Picknickkorb aufgeht), lustige weiße Vögel mit langem Schnabel, Pelikane, Adler, Geier und Schmetterlinge zu sehen. Eine weitere Attraktion sind Fotoshootings beispielsweise für irgendwelche Kataloge oder Warenhäuser, bei denen junge Models Damenbekleidung tragen, die definitiv nicht für diese Altersgruppe und den Körperbau bestimmt ist. Es hat echt Spaß gemacht, zu zuschauen wie die Models in den Pausen an den locker sitzenden Klamotten rum fummelten.

 

Bayside MarketplaceBayside

Die Entertainment-Oase “Bayside Marketplace” liegt direkt am Wasser; genauer gesagt an Biscayne Bay. Hier kann man lecker essen gehen, einkaufen oder einfach nur die Aussicht genießen. Von dort starten auch die Dampfer für die klassische Rundfahrt durch Biscayne Bay. Wer es wild mag, kann mit einem Speed Boat durch das Meer brausen und sich die Frisur verwuscheln lassen. Party people können es auf einem Party Boot krachen lassen und Nostalgiker auf einem Segelschiff Platz nehmen. Und wem das alles gar nichts ist, der kann ein Boot chartern und sein eigenes Ding drehen. Wir haben uns für die gemütliche Dampferfahrt entschieden.

Eins ist bei allen Fahrten gleich… der wunderschöne Blick auf das Meer, die Skyline & den Hafen von Miami und die kleinen umliegenden Inseln. Die nicht ganz günstige Bootsfahrt lohnt sich total. Eine Insel wurde bei der Rundfahrt besonders hervorgehoben. Star Island ist eine künstlich angelegte Insel, die berühmte Leute beherbergt. Apropos künstlich: einer der Insulaner hat es mit dem Schönheitswahn ziemlich übertrieben… jaaa, Rambo alias Sylvester – der alte, glatt gezogene Faltenhund – hat eine Villa auf Star Island! Die Zicken-Königin aller Models besitzt ebenfalls ein bescheidenes Häuschen.

Schöne Orte

2 Gedanken zu „Schöne Orte

  • März 6, 2015 um 8:11 am
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    Liebe Nadine,
    Street Art fand ich bisher nicht so umwerfend, Du hast mich gerade belehrt, genauer hinzuschauen und
    fantastische Bilder zu entdecken.
    Auch die anderen schönen Orte erfüllen alle Ansprüche der Seh(n)sucht.
    Es ist wunderbar, dass Ihr diese vielfältigen Eindrücke erleben und genießen könnt.
    Danke für diesen kleinen, feinen Einblick.

    Liebe Grüße
    Peti

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  • März 6, 2015 um 10:29 am
    Permalink

    Hej hej Nadine,

    am liebsten würde ich jetzt ein Foto vom sch****önen Berliner Wetter posten und Du würdest sehen: ihr habt alles richtig gemacht!
    . 🙂
    Super Fotos und ich wünsch Euch weiterhin sonnige Stimmung auf Eurem Weg.
    Viele Grüße von Ella und ihren Eltern.
    .

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